Editorial

Mit Weitsicht investieren.

Pulsschlag der Zukunft

Vorstandsvorsitzender Dr. Muschter im Interview.

Smart Urbanism

Die Übermorgen-Stadt Rotterdam.

Neue Märkte

Das Marktgespür von hausInvest.

Future@Work

Vernetzt und ungebunden.
Arbeit im Wandel.

Hinter den Kulissen

Frankfurt.
Herausforderung Hybridturm.

Phase 2

Shopping neu denken im Westfield London.

Weitsicht in Zahlen

Perspektive Zukunft.

12 Monate in 120 Sekunden

Das Geschäftsjahr im Überblick.

Journal 2015/2016

Future@Work

  • 6:30 Uhr

    Digitalisierung

  • 8:12 Uhr

    Service für
    Alle

  • 11:20 Uhr

    Haus und
    Minikraftwerk

  • 12:40 Uhr

    Stadt in der
    Stadt

  • 14:45 Uhr

    Flexibilität und
    Umweltschutz

  • 16:30 Uhr

    Co-Working

  • 20:34 Uhr

    Shopping vertikale

Die technischen
Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts
verändern massiv unser Arbeitsumfeld
und unsere Arbeitsweise.

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Werden
die Grenzen von Freizeit und Beruf immer
mehr verwischen, weil Arbeitgeber im
Büro immer mehr Service anbieten?

Fokus auf die aktive Rolle des
hausInvest als Gestalter von
Büro-Lebens-Räumen.

7:00 Uhr – Ein Wohn- und Geschäftshaus, Memmingen

Mit dem Anschalten des Lichts wird auch gleich ein Datensatz zur Anwesenheit im Büro gespeichert. Die Lichtstärke wird von einem Tageslichtsensor auf das nötige Maß gedimmt. Der Lichtschalter klebt „wireless“ an der Wand oder liegt auf dem Schreibtisch. Nichts ist mehr verkabelt. Alle Bauteile des Hauses verfügen über eine IP-Adresse und lassen sich über die Cloud extern steuern. Sie empfangen und senden Daten, etwa die Temperatur in der Außenfassade, die Sonneneinstrahlung auf der Fensterfront, die Anwesenheit von Personen oder eventuellen Reparaturbedarf. Dies ist keine Zukunftsmusik, sondern ein konkretes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung längst auch den Bau von Häusern von Grund auf verändert. Gebäude entstehen künftig zweimal: in der Realität und als virtueller Zwilling in der Cloud. Wer Häuser baut, benötigt in Zukunft nicht nur Maurer oder Zimmermann, sondern auch Informatiker.

8:12 Uhr – Kirchberg-Plateau, Luxemburg

Der Bürokomplex „Président“ füllt sich mit Angestellten. Einige von ihnen betreten das Gebäude nordöstlich der Innenstadt mit ihren Kindern an der Hand. Die Erwachsenen gehen hier zur Arbeit, die Kleinen in den Kindergarten. Dieser Service direkt im Haus ist ein echter Luxus für die Mieter.

Initiiert hat die Kindertagesstätte hausInvest. Dem Fonds gehören die rund 30.000 Quadratmeter hochwertiger Bürofläche im feinen Bezirk der Stadt, in dem auch der EU-Gerichtshof, die EU-Investitionsbank und internationale Konzerne ihren Sitz haben. Die Umbauten eines Teils der Arbeits- in eine Kinderwelt steigerten den Wert der Immobilie erheblich. Für die Angestellten liegen Kita und Schreibtisch nun auf einem Weg. Ein „weicher“ Faktor, der für die Mieter und Arbeitgeber ein Argument im harten Wettbewerb um die besten Köpfe bedeutet.

Das Objekt ist fast vollständig vermietet. Neben der Kinderbetreuung wird auch ein Concierge-Service angeboten. Dort lassen sich noch schnell die Oberhemden für die Wäscherei oder die Post abgeben. hausInvest ist überzeugt davon, dass die Nutzer von Gebäuden künftig nicht nur Flächen, sondern auch Dienstleistungen erwarten.

11:20 Uhr – Ein Shopping-Center in London, im Jahr 2025

Energie im Überfluss sieht der US-Ökonom Jeremy Rifkin, wenn sich die von ihm ausgerufene „Dritte industrielle Revolution“ erst vollzogen hat. Immobilien, ganz gleich ob für Gewerbe- oder Wohnzwecke, werden dann nicht nur Fläche, sondern auch Energie anbieten. Rifkin schlägt vor, jede verfügbare Oberfläche eines Gebäudes mit Solar- und Windkraftanlagen zu versehen. Durch smarte Netze entstünde eine dezentrale Energieversorgung, die vor Ort Strom im Überfluss bereitstellt und damit neue Wachstumsimpulse für die gesamte Ökonomie setzt. Eine Vision, deren Realisierung die Gesetzgeber weltweit vorbereiten: So wird nach britischem Recht ab 2018 die Vermietung von Shopping Malls an bestimmte Mindeststandards für Umweltschutz und Energieeffizienz geknüpft. Nach Schätzungen erfüllen heute erst 15 Prozent der britischen Einkaufszentren diese Vorgaben.

12:40 Uhr – New Babylon in Den Haag

In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs wimmelt es von Menschen. Von morgens bis abends strömen sie in den futuristisch wirkenden Gebäudekomplex New Babylon, der fast sämtliche Lebensbereiche verbindet. Luxusappartements in den beiden Türmen sorgen für ein innerstädtisches Wohnen mit allem Komfort. Die Mieter – und jeder andere auch – können in fast 30 Läden und Restaurants shoppen und genießen. In den Büroetagen sind außerdem Firmen in kleinen und größeren Einheiten oder den monatsweise vermieteten Co-Working-Spaces ansässig, in großzügigen und lichtdurchfluteten Räumen. hausInvest besitzt einen Teil dieser Immobilie, die durch die gelungene Verknüpfung von Wohnen und Leben zur Stadt in der Stadt geworden ist.

14:45 Uhr – LCT one, Dornbirn, Österreich

Das österreichische Bauunternehmen CREE baute das Hochhaus mit acht Etagen in weniger als acht Tagen. Es ist einfach zusammengesetzt wie Legospielzeug, aber so smart wie ein Computer. Durch ein Stecksystem aus vorgefertigten und internetfähigen Holzelementen ist der Bau extrem einfach, vor allem aber flexibel. Heute Büro, morgen Hotel-Lobby – die Bauteile können problemlos immer wieder neu zusammengefügt werden. Die Anforderungen und Anwendungen für Immobilien werden sich künftig immer schneller verändern, Häuser werden kaum noch für die Ewigkeit gebaut. Gefragt sind stattdessen Systeme, die ein Gebäude stabil im Zustand des permanenten Wandels halten. Dies wird auch aus Gründen des Ressourcenschutzes nötig: 40 Prozent des globalen Rohstoffverbrauchs entfallen heute auf die Bauwirtschaft. Nur ein Bruchteil der Materialien wird wiederverwendet. Das Lego-Holzhaus ist vollständig recyclebar, das Material kann jederzeit wiederverwendet oder rückstandsfrei weiterverarbeitet werden. Wie lange so ein Haus hält? Nach Angaben des Bauunternehmens mindestens 150 Jahre. Nur die Software erhält alle drei Monate ein Update.

16:30 Uhr – Eurotheum, Bankenviertel Frankfurt, im Jahr 2017

Eine Gruppe junger Menschen in legerer Kleidung nimmt in einem Meetingraum Platz. Sie nutzen die gesamte Büroetage gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Firmen, teilen Besprechungszimmer und Schreibtische. Dieses Szenario hat hausInvest für seine Immobilie „Eurotheum“ vor Augen, in der gerade sogenannte Co-Working-Zonen geplant werden. Der Fonds reagiert damit auf den Wandel in der Arbeitswelt: Angestellte arbeiten schon heute häufig an verschiedenen Orten, zu Hause oder unterwegs beim Kunden und nur noch unregelmäßig im Büro. Entsprechend legt hausInvest die Nutzfläche von 21.200 Quadratmetern nicht mehr wie früher auf einen großen Mieter aus. In dem gläsernen Turm bietet der Fonds Flächen ab 250 Quadratmetern an. Im Bereich der Co-Working-Zone inklusive Infrastruktur, etwa der kompletten kommunikativen Vernetzung oder dem Mobiliar. Ein weiterer Schritt zu mehr Flexibilität für eine zukunftsfähige Bürowelt.

18:07 Uhr – U-Bahn-Station Chamsil, Seoul, Südkorea

Statt auf kahle Betonwände starren die wartenden Menschen auf virtuelle Produktregale. Bis die nächste Bahn einfährt, lässt sich per Scannercode und Smartphone der Einkauf erledigen. Geliefert wird direkt an die Haustür. Die Onlinehändler entdecken die Innenstädte, präsentieren ihre zum Anklicken gedachte Warenwelt nun auch zum Anfassen. Kleine Spezialisten aus dem Netz richten erste Offlinepräsenzen neben alteingesessenen Schlachtern, Optikern und Lebensmittelläden ein. Der Handel entwickelt sich vom horizontalen zu einem vertikalen Gewerbe. Statt Raum interessiert vor allem Oberfläche.

Dabei entsteht auch neues Stadtmobiliar: Die niederländische Firma Twiet.nu vermietet Schaufensterkästen in Einkaufsstraßen, in denen Firmen ihre Produkte ausstellen können. Passanten bestellen per Smartphone im Vorübergehen, das Telefon wird der neue Einkaufsbeutel. Auch hausinvest profitiert von dieser Entwicklung: Shopping-Center werden für ganz neue Mieter interessant. Der Autohersteller Tesla beispielsweise verkauft neuerdings Fahrzeuge in der Shopping Mall Westfield in London.

Zur Übersicht